
Was genau macht eigentlich ein Konsul und inwiefern
kann die Zivilgesellschaft von der Arbeit eines Konsulats profitieren? Um diese
und weitere spannende Fragen geht es bei der Table Ronde am 3. Februar, die vom
Kompetenzbereich "Arbeitswelt Frankreich" des Frankreichzentrums der
Universität des Saarlandes veranstaltet wurde. Drei Konsuln aus Deutschland und
Frankreich berichteten über ihre beruflichen Tätigkeiten und ihre
grenzüberschreitende Mittlerfunktion.
Am runden Tisch saßen die Honorarkonsuln der Bundesrepublik Deutschland in
Frankreich Sylviane Baker aus Rennes und Till Meyer aus Dijon sowie Philippe
Cerf, Generalkonsul der Republik Frankreich im Saarland. Sylviane Baker gab
einen Einblick in ihre Zusammenarbeit mit der Chambre de Commerce
(Handelskammer) in Rennes, Till Meyer in seine Aufgaben als Leiter des
Kulturzentrums Maison Rhénanie-Palatinat (Haus Rheinland-Pfalz) in Dijon und
Philippe Cerf als Leiter des Generalkonsulats in Saarbrücken wurde über die
beruflichen Tätigkeiten eines Konsuls berichten.

Das Frankreichzentrum wurde im November 1996 als eine
zentrale Einrichtung der Universität des Saarlandes gegründet und dient als
Plattform für die frankreich- und frankophoniebezogenen Aktivitäten der
Hochschule. Das Frankreichzentrum unterstützt und erweitert die zahlreichen
persönlichen sowie institutionellen Kontakte mit Frankreich und französischen
Hochschulen.
Ein wissenschaftlicher Beirat sowie ein Kollegium aus
Mitgliedern aller Fakultäten kommen regelmäßig zusammen, um über die
Aktivitäten des Frankreichzentrums zu entscheiden.
Die Universität des Saarlandes steht seit ihren Anfängen
in besonderem Bezug zum französischen Nachbarn: Gegründet wurde sie durch die
französische Regierung und nahm im November 1948 ihren Lehrbetrieb mit
anfänglich 4 Fakultäten auf. Damit war sie die zweite französische Hochschule
im Saarland, nachdem schon
Robert Schuman, der damalige französische Außenminister,
zählte zu den ersten offiziellen Gästen der neuen zweisprachigen Hochschule.
Nachdem die Universität des Saarlandes 1957 zu einer deutschen Einrichtung
wurde, war es ein politischer Wille, sowohl von der Landesregierung als auch
von der Universität, den engen Kontakt zu französischen Institutionen und
Studiengängen aufrechtzuerhalten. In jeder der Fakultäten hat die
Frankreichorientierung einen besonderen Stellenwert.
Nicht zuletzt begünstigt auch die Lage Saarbrückens im
deutsch-französischen Grenzraum die europäische und internationale Ausrichtung
der Universität.
Quelle : Frankreichzentrum der Universität des
Saarlandes